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CBAM Schwellenwert 50 Tonnen ab 2026: wann deutsche Online Shops als Stahl und Aluminium Importeure aus China betroffen sind28. Mai 2026

CBAM Schwellenwert 50 Tonnen ab 2026: Wann deutsche Online Shops als Stahl- und Aluminium-Importeure aus China betroffen sind

Ab 2026 greift der CBAM-Schwellenwert von 50 Tonnen für Stahl- und Aluminiumimporte aus China. Erfahren Sie, wie deutsche Online Shops betroffen sind und wie Sie Compliance sichern.


Der Handel zwischen China und der Europäischen Union, insbesondere für Produkte aus Stahl und Aluminium, steht vor einer bedeutenden Neuerung: der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), oft als "CO2-Grenzausgleichssystem" bezeichnet. Ab 2026 wird ein Schwellenwert von 50 Tonnen pro Kalenderjahr für die Einfuhr dieser Waren relevant. Für deutsche Online Shops, die Direktimporte aus China tätigen, bedeutet dies eine neue Stufe der Komplexität und Verantwortung. Dieser Artikel beleuchtet, wer genau betroffen ist, welche Konsequenzen dies hat und wie Sie die neuen Anforderungen meistern können.

Warum Stahl und Aluminium aus China importieren?

China ist weltweit der größte Produzent von Stahl und Aluminium. Diese Dominanz spiegelt sich auch in den Importen in die EU wider. Viele deutsche Online Shops nutzen die wettbewerbsfähigen Preise und die breite Produktverfügbarkeit, um ihr Sortiment zu erweitern und attraktive Margen zu erzielen. Von Bauteilen für Möbel und Haushaltsgeräte über Komponenten für die Automobilindustrie bis hin zu Werkzeugen und Baumaterialien – Stahl- und Aluminiumprodukte aus China sind allgegenwärtig. Die Möglichkeit, direkt vom chinesischen Hersteller zu importieren, kann erheblich Kosten sparen und die Lieferzeiten verkürzen, insbesondere im Vergleich zum Bezug über europäische Großhändler. Dieser Weg des Direktimports erfordert jedoch ein tiefes Verständnis der regulatorischen Landschaft, die sich mit dem CBAM weiter verschärft.

Der CBAM und der neue Schwellenwert von 50 Tonnen

Der CBAM ist ein zentrales Element des "Fit for 55"-Pakets der Europäischen Kommission, das darauf abzielt, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 % zu senken. Das System soll verhindern, dass europäische Unternehmen durch höhere Klimaschutzanforderungen im Vergleich zu Unternehmen in Drittländern einen Wettbewerbsnachteil erleiden (Carbon Leakage) und gleichzeitig Anreize für eine emissionsärmere Produktion in diesen Drittländern setzen.

Für Importeure von bestimmten Gütern wie Stahl und Aluminium, die als emissionsintensiv gelten, bedeutet der CBAM, dass sie die in den Produktionsprozess eingerechneten CO2-Emissionen ihrer importierten Waren deklarieren müssen. Ab 2026 tritt nun der spezifische Schwellenwert von 50 Tonnen in Kraft. Dies bedeutet, dass Importeure, die innerhalb eines Kalenderjahres insgesamt mehr als 50 Tonnen von betroffenen Waren aus China (oder anderen Drittländern) in die EU einführen, den Bestimmungen des CBAM unterliegen. Diese Schwelle bezieht sich auf das Nettogewicht der eingeführten Waren.

Für deutsche Online Shops bedeutet dies: Wenn Sie beispielsweise Möbel mit Aluminiumrahmen, Werkzeugkisten aus Stahlblech, Metallregale oder andere Produkte, die signifikante Mengen an Stahl oder Aluminium enthalten, in Mengen von über 50 Tonnen pro Jahr importieren, müssen Sie sich mit dem CBAM auseinandersetzen.

Wer ist genau betroffen?

Die Betroffenheit hängt von zwei Hauptfaktoren ab:

  1. Produktkategorie: Betroffen sind primär Importe von eisen- und stahlhaltigen Produkten (wie Roheisen, Stahlhalbzeuge, bestimmte Langprodukte, Bleche etc.) und Aluminiumprodukten (wie Aluminiumoxide, Primäraluminium, Aluminiumhalbzeuge). Die genauen HS-Codes (Harmonized System Codes) sind auf der Website der Europäischen Kommission aufgeführt.
  2. Importvolumen: Wie erwähnt, greift die Pflicht erst, wenn das Gesamtgewicht der importierten Waren dieser Kategorien 50 Tonnen pro Kalenderjahr überschreitet. Wenn Sie also beispielsweise nur wenige Kilogramm Aluminiumteile für spezifische Nischenprodukte verkaufen, sind Sie möglicherweise nicht betroffen. Sobald Sie aber die 50-Tonnen-Marke erreichen, werden Sie meldepflichtig.

Es ist wichtig zu verstehen, dass der Schwellenwert kumulativ für alle Sendungen innerhalb eines Jahres gilt. Auch wenn einzelne Sendungen unter der 50-Tonnen-Grenze liegen, kann die Summe aller Importe Sie zur Meldepflicht bringen. Dies ist besonders relevant für Online-Händler, die oft viele kleinere Sendungen im Laufe des Jahres abwickeln.

Welche Pflichten entstehen ab 2026?

Sind Sie vom CBAM betroffen, ergeben sich ab 2026 folgende Kernpflichten:

  • Registrierung: Sie müssen sich bei der zuständigen nationalen CBAM-Behörde (in Deutschland das Umweltbundesamt) registrieren.
  • Deklaration der CO2-Emissionen: Sie müssen die eingebetteten CO2-Emissionen der von Ihnen importierten Waren ermitteln und quartalsweise an die Behörde melden. Dies ist oft der komplexeste Schritt, da Sie Informationen von Ihren chinesischen Herstellern benötigen, die bisher möglicherweise keine detaillierten Emissionsdaten bereitstellen mussten.
  • Erwerb von CBAM-Zertifikaten: Ab 2027 müssen Sie die deklarierten Emissionen durch den Kauf von CBAM-Zertifikaten kompensieren. Der Preis dieser Zertifikate richtet sich nach dem durchschnittlichen wöchentlichen Auktionspreis für EU-Emissionszertifikate (EUA). Ziel ist es, die Kosten für CO2-Emissionen beim Import an die Kosten anzupassen, die in der EU durch das Emissionshandelssystem (EU ETS) anfallen.

Die Europäische Kommission hat bereits einen ersten Umsetzungsrechtsakt zur Berichterstattung und Überprüfung der Emissionen verabschiedet. Für die Jahre 2023 bis 2025 gibt es eine Übergangsphase, in der nur Meldungen ohne finanzielle Konsequenzen erforderlich sind. Ab 2026 werden die vollen Verpflichtungen wirksam.

Herausforderungen für deutsche Online Shops

Die Umsetzung des CBAM stellt deutsche Online Shops vor diverse Herausforderungen:

  • Informationsbeschaffung bei Lieferanten: Die wichtigste Hürde ist die Beschaffung verlässlicher Emissionsdaten von chinesischen Herstellern. Oft sind diese nicht darauf vorbereitet oder haben die Daten nicht systematisch erfasst. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit und möglicherweise die Unterstützung der Lieferanten bei der Datenerhebung oder der Auswahl von Herstellern, die bereits entsprechende Nachweise führen.
  • Komplexität der Berechnung: Die genaue Berechnung der eingebetteten Emissionen kann technisch anspruchsvoll sein und erfordert spezifisches Wissen oder Tools.
  • Kostenkalkulation: Die zusätzlichen Kosten für den Erwerb von CBAM-Zertifikaten müssen in die Preisgestaltung einfließen und können die Profitabilität beeinflussen. Eine genaue Kalkulation der Landed Costs wird dadurch noch wichtiger. Hier hilft die Analyse, wie Sie Ihren China Import Zoll berechnen 2026 und Ihre Marge optimieren.
  • Compliance und Haftung: Fehler bei der Meldung oder Nichtbeachtung der Vorschriften können zu empfindlichen Strafen führen. Die Verantwortung liegt letztlich beim EU-Importeur.

Lösungsansätze und wie Cargoo helfen kann

Angesichts dieser Herausforderungen ist eine proaktive Strategie unerlässlich. Cargoo Import unterstützt Sie dabei, diese neuen regulatorischen Hürden zu meistern und Ihren Direktimport aus China weiterhin profitabel und compliant zu gestalten.

1. Verlässliche Sourcing & Qualitätssicherung

Die Auswahl von Herstellern, die bereit und in der Lage sind, die notwendigen Emissionsdaten bereitzustellen, ist entscheidend. Wir helfen Ihnen, Lieferanten zu identifizieren, die Transparenz in ihren Produktionsprozessen zeigen. Darüber hinaus legen wir großen Wert auf die Qualitätssicherung, um sicherzustellen, dass die importierten Produkte den EU-Standards entsprechen und Nacharbeit oder Rücksendungen vermieden werden. Informationen zur Auswahl von Top-Fabriken finden Sie auch in unserem Leitfaden, Direktimport aus China 2026: Qualitätsmängel vermeiden & Top-Fabrik finden | Cargoo Import.

2. Optimierte Logistik & Versand

Wir bieten flexible Logistiklösungen, die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind, sei es LCL (Less than Container Load) oder FCL (Full Container Load). Eine gut geplante Logistik minimiert nicht nur Kosten und Transitzeiten, sondern kann auch die administrative Komplexität reduzieren. Informationen zu Versandoptionen finden Sie unter LCL vs FCL Sammelcontainer Versand 2026: Wann lohnt sich der China Import für deutsche Online-Händler?.

3. Unterstützung bei Zoll & Compliance

Das Navigieren durch Zollvorschriften, Einfuhrumsatzsteuer und nun auch CBAM-Anforderungen ist komplex. Wir bieten Ihnen Unterstützung bei der korrekten Zollanmeldung, der Beantragung der EORI-Nummer und der Klärung der Mehrwertsteuerregelungen, damit Sie den Vorsteuerabzug optimal nutzen können. Unser Wissen über die EORI Nummer, EUSt & Vorsteuerabzug 2026 hilft Ihnen, finanzielle Nachteile zu vermeiden.

4. CBAM-Beratung & Datenmanagement

Wir arbeiten daran, Ihnen auch bei der Bewältigung der CBAM-Anforderungen zur Seite zu stehen. Dies kann die Beratung bei der Identifizierung der betroffenen Produkte und Mengen, die Unterstützung bei der Kommunikation mit Ihren Lieferanten zur Datenerfassung und die Bereitstellung von Tools oder Partnerschaften für die Emissionsberechnung und -meldung umfassen. Angesichts der bevorstehenden EU Zollreform Juli 2026 und anderer regulatorischer Änderungen ist eine umfassende Compliance-Strategie entscheidend.

Sind Sie ein deutsches Online-Unternehmen und importieren Stahl- oder Aluminiumprodukte aus China? Der CBAM-Schwellenwert von 50 Tonnen ab 2026 ist eine wichtige Neuerung, die Sie nicht ignorieren dürfen. Eine frühzeitige Vorbereitung ist der Schlüssel zur erfolgreichen Anpassung. Cargoo Import ist Ihr Partner, um die Komplexität des internationalen Handels zu meistern und sicherzustellen, dass Ihr Geschäft auch unter den neuen regulatorischen Bedingungen reibungslos und profitabel weiterläuft. Kontaktieren Sie uns noch heute, um zu erfahren, wie wir Sie unterstützen können!

FAQ

  • Was genau bedeutet der CBAM-Schwellenwert von 50 Tonnen für Online-Shops? Der Schwellenwert von 50 Tonnen pro Kalenderjahr gilt für das Nettogewicht von importierten Stahl- und Aluminiumprodukten. Wenn Ihr Gesamtimport dieser Produkte die 50-Tonnen-Grenze überschreitet, müssen Sie die CO2-Emissionen dieser Waren deklarieren und ab 2027 dafür bezahlen.

  • Welche Art von Stahl- und Aluminiumprodukten sind vom CBAM betroffen? Betroffen sind unter anderem verschiedene Stahlprodukte wie Roheisen, Stahlhalbzeuge und bestimmte Langprodukte sowie Aluminiumprodukte wie Aluminiumoxide und Primäraluminium. Die genaue Liste der betroffenen Waren (und ihrer HS-Codes) wird von der Europäischen Kommission bereitgestellt.

  • Muss ich die 50 Tonnen in einer einzigen Sendung importieren? Nein, der Schwellenwert bezieht sich auf die Gesamtsumme Ihrer Importe dieser Produktkategorien über ein gesamtes Kalenderjahr, unabhängig davon, ob sie in einzelnen oder mehreren Sendungen erfolgen.

  • Was passiert, wenn ich die 50-Tonnen-Grenze überschreite? Sie müssen sich bei der zuständigen nationalen Behörde registrieren und beginnen, die eingebetteten CO2-Emissionen Ihrer Importe quartalsweise zu melden. Ab 2027 kommen die Verpflichtungen zum Erwerb von CBAM-Zertifikaten hinzu.

  • Wie finde ich die CO2-Emissionsdaten meiner Produkte? Diese Daten müssen Sie von Ihren chinesischen Herstellern anfordern. Dies kann eine Herausforderung sein, da die Hersteller möglicherweise nicht über etablierte Systeme zur Erfassung und Berichterstattung von Emissionsdaten verfügen.

  • Kann ich die Kosten für CBAM-Zertifikate auf meine Endkunden umlegen? Ja, die Kosten für die CBAM-Zertifikate sind Teil der Landed Costs und können in die Preisgestaltung Ihrer Produkte einfließen, um die Profitabilität zu sichern.

  • Was sind die Strafen bei Nichtkonformität mit dem CBAM? Die genauen Strafen werden von den nationalen Behörden festgelegt und können erheblich sein. Sie umfassen in der Regel finanzielle Sanktionen und können auch zu weiteren behördlichen Maßnahmen führen.

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